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Wichtige Nutzpflanzen Kambodschas

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Agricultural / Horticultural Studie

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Universität für Bodenkultur Wien - BOKU

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Wichtige Nutzpflanzen Kambodschas

Strobl Johannes


Allgemeines zur Landwirtschaft

In Kambodscha leben 14,5 Mio. Einwohner auf einer Fläche von ca. 181.000 m². Über 80 % ist ländliche Bevölkerung, die hauptsächlich von der Landwirtschaft lebt. Die Landwirtschaft hat einen Anteil von ungefähr 30 % des BIPs (Österreich: 1,6 %).

Die Größe eines privaten Betriebes beträgt durchschnittlich 1 ha. Da kaum maschinelle Arbeitsgeräte zur Verfügung stehen, wird die meiste Arbeit per Hand und unter Einsatz von Wasserbüffeln oder Rindern verrichtet. Nach dem Bürgerkrieg und der Rote-Khmer-Zeit konnte sich die Landwirtschaft bzw. das ganze Land nur sehr langsam erholen. Es sind heute noch manche Gebiete vermint.

An der Grenze zu Vietnam kann man noch viele Streubomben finden. Die Infrastruktur (z.B. Straßen, Bewässerungsanlagen) ist generell schlecht ausgebaut, und es gibt kaum Weiterverarbeitungsbetriebe (Reismühlen, Konservenfabriken etc.). Des Weiteren sind Landbesitzverhältnisse weitgehend ungeklärt. Es gibt zwar seit 1979 ein Recht auf privaten Grundbesitz, aber die Ansprüche auf jahrzehntelang bewirtschaftete Böden sind in den meisten Fällen noch immer nicht erfasst und anerkannt.


Ein großes Problem, das sich daraus ergibt, wird „Land crapping“ genannt. Dabei werden Landkonzessionen an ausländische Investoren (Kuwait, Katar, China, Singapur, Vietnam, .) vergeben. Produziert wird danach hauptsächlich für den Export.

Es gibt zwar ein Landgesetz, wonach Konzessionen für max. 10.000 ha erworben werden dürften, tatsächlich werden auch welche bis zu 300.000 ha vergeben. Nach diesem Gesetz müsste auch die Vergabe des Landes mit der betroffenen Bevölkerung verhandelt werden. Dabei sollten Eigentumsansprüche respektiert und angemessene Entschädigungen gezahlt werden. In der

Realität sieht es aber oft so aus, dass heimische Kleinbauern oft ohne oder mit nur geringer Entschädigung von ihrem Land vertrieben werden.

Weitere Probleme, die sich daraus ergeben sind die Rodung von Waldflächen, Intensiver Anbau (Dünger, Pestizide) und Bodenerosion. Letztere ist in fast allen Plantagenkulturen ohne Unterwuchs ein Problem. Wir konnten das sehr gut in einer Pfefferplantage in der Nähe von Kampot beobachten. Der Reihenabstand zwischen den Pfefferreihen war knapp einen Meter breit, und der Boden dazwischen wurde offen gehalten.

Man konnte deutlich die Spuren von abgeschwemmtem Boden erkennen.


Die wichtigsten angebauten Feldfrüchte in Kambodscha sind Reis, Mais, Sojabohne, Mungobohne, Kassava (Maniok), Zuckerrohr, Erdnüsse, Sesam, Süßkartoffel und Tabak und die bedeutendsten Plantage- und Industriefrüchte sind Kautschuk, Cashewnüsse, Pfeffer, Palmzucker, Palmöl und Obst (z.B.

Bananen, Mango, Ananas). Kommerziell genutzte Holzarten sind etwa Teak oder Akazie. Weiters werden noch Bambus als Baumaterial genutzt und Pilze gesammelt. Im Folgenden werden einige der wichtigsten Nutzpflanzen genauer betrachtet.


Kassava (Manihot esculenta)


Kassava gehört zur Familie der Euphorbiaceen und ist die sechstwichtigste Feldfrucht weltweit. Es ist ein Strauch, der zwei bis fünf Meter hoch werden kann.

Die Vermehrung erfolgt durch Sprossstecklinge, wobei die Stecklinge bei der Ernte gleich wieder eingesetzt werden können. Hier besteht allerdings die Gefahr einer schnellen Auslaugung der Böden. Geerntet werden die stärkehaltigen verdickten Wurzeln. Diese sind im Boden bis zu 36 Monate lagerfähig, nach der Ernte jedoch praktisch gar nicht mehr. Die Wurzeln haben einen sehr hohen Gehalt an Trockenmasse, Stärke und Energie und werden zu Mehl, Stärke, Chips etc. sowie zu Bioethanol verarbeitet.

Sie enthalten cyanogene Glycoside (je

nach Art zwischen 20 und 4000 mg/kg), weshalb bei der Zubereitung von frischen Wurzeln Vorsicht geboten ist. Die Blätter sind proteinhältig und können als Salat verzehrt oder an Tiere verfüttert werden.


Die Hauptanbaugebiete sind die Provinzen Kampong Cham, Kampong Speu, Kampong Thom und Battambang. 2007 betrug die Ernte 2.182.000 t auf 96.000 ha, was einem durchschnittlichen Hektarertrag von 22,6 t entspricht. Damit liegt Kambodscha an zweiter Stelle hinter Indien.

Unter perfekten Bedingungen wären sogar 90 t/ha möglich. Anfang 2009 blockierte die Thairegierung Importe aus Kambodscha, um die eigenen Kassava-Bauern zu schützen. Im Juni 2009 wurde mit dem Bau der ersten Verarbeitungsanlage in Kambodscha begonnen. Davor war nur der Export von Rohwurzeln möglich.


Süßkartoffel (Impomea batatas)


Die Süßkartoffel gehört zur Familie der Convolvulaceen und ist die siebentwichtigste Feldfrucht weltweit. Sie ist eine mehrjährige Kletterpflanze und kriecht am Boden, wo ihre Nodien in Kontakt mit dem Boden kommen, wurzelt sie an.

Die Vermehrung erfolgt durch Sprossstecklinge. Angebaut wird sie wegen ihrer stärkehaltigen Speicherwurzeln, welche sehr vielgestaltig sein können. Sie enthalten viel Vitamin A. Der Energieertrag pro Hektar ist noch höher als bei Kassava. Die Wurzeln werden zu Mehl, Stärke, Nudeln oder Alkohol verarbeitet. Sie können auch ähnlich wie Kartoffeln zubereitet oder an Tiere verfüttert werden.

Ein Vorteil gegenüber Kassava ist die bessere Lagerfähigkeit nach der Ernte. Bei der Zubereitung ist darauf zu achten, dass die Wurzeln Trypsin-Inhibitoren enthalten, die jedoch durch Erhitzen zerstört werden. Weiters enthalten auch hier die Blätter viel Protein und können ähnlich wie Spinat zubereitet oder ans Vieh verfüttert werden.


Kautschukbaum (Hevea brasiliensis)


Der Kautschukbaum gehört zur Familie der Euphorbiaceen und kann 20 bis 40 m hoch werden. Geerntet kann erstmals nach fünf bis sechs Jahren werden. Die Ernte erfolgt durch spiralförmiges Aufschneiden der Rinde, wodurch der Milchsaft (Latex) ausfließen kann und in einem Behälter aufgefangen wird.

Der Milchsaft wird vorwiegend zu Reifen aber auch zu allen möglichen Gummiprodukten verarbeitet. Die Produktion von Latex ist mindestens 20 Jahre möglich, danach wird das Holz für Möbel oder Schnitzereien weiterverarbeitet.


Zwischen 1970 und 1979 wurden große Kautschukflächen zerstört. Danach erfolgte eine nur langsame Erholung. Bis 2007 war der Kautschukanbau großteils in staatliche Hand. Inzwischen sind allerdings alle sieben staatlichen Plantagen privatisiert worden.

Ungefähr 50 % der Anbauflächen werden von Kleinbauern bewirtschaftet. Der Anbau erfolgt derzeit auf ca. 100.000 ha, davon sind allerdings noch zwei Drittel zu jung um geerntet zu werden. Bis 2030 wird damit gerechnet, dass sich die Anbauflächen vor allem durch ausländische Investoren vermutlich großteils auf Kosten von Waldflächen auf 350.000 ha ausweiten werden.


Cashew (Anacardium occidentale)


Cashew ist ein Vertreter aus der Familie der Anacardiaceen. Der Baum erreicht eine Höhe von zehn bis zwölf Metern. Mit ersten Erträgen ist schon nach drei Jahren zu rechnen. Diese können 20 bis 30 Jahre anhalten. Neben den eigentlichen Früchten („Nüssen“) können auch die Scheinfrüchte („Cashew-Äpfel“) verwertet werden. Dabei handelt es sich um geschwollene Fruchtstiele, die entweder als Obst verzehrt oder aus denen Kompott, Säfte,

Alkohol oder Essig gewonnen werden können. Die Kerne der Früchte werden getrocknet, geröstet und geschält und werden entweder als Nüsse gegessen oder als Zutat in der Küche verwendet. Aus zerbrochenen Nüssen wird Speiseöl gepresst, und aus den Schalen der Kerne kann ein Öl gewonnen werden, das zu Harzen, Bremsbelägen, Lacken oder Gummi weiterverarbeitet werden kann.


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