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Linguistics

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Realgymnasium Wien

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1, Köck, 2014

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E. Gabara, L. Rupp, S. K. , R. Starkel 03.12.14

B) Von der mittelhochdeutschen Sprache und Dichtung

Die zweite Lautverschiebung

Wie kam es dazu? Wann?

Die Lautverschiebung begann im 5. Jahrhundert und dauerte bis ins 8. Jahrhundert an.

Sie breitete sich vom Alpenraum in nördlichere Gebiete, bis zur Benrather Linie aus. Diese verläuft quer durch Deutschland bis hinein nach Polen und schließt dabei die Städte Köln, Berlin und Frankfurt gerade noch ein. Vorarlberg und Norddeutschland waren von der zweiten Lautverschiebung nicht betroffen.

Welche Folgen hatte sie?

Diphthongierung: Aus einem einfachen Vokal (Monophthong) entsteht ein doppelter Vokal (Diphthong).

Monophthongierung: Aus einem Diphthong entsteht ein Monophthong.

An welchen Beispielen kann man sie leicht erklären?

min mein is Eis hus Haus

muoter Mutter güete Güte



Die deutschsprachige Dichtung des Mittelalters

In welche 3 Abschnitte wird sie eingeteilt und welche Merkmale haben sie?

  • Frühmittelalter (750-1170)

Es gibt nur wenige Überbleibsel von deutscher Dichtung im Mittelalter, da entweder sehr viel zerstört oder vieles nur mündlich weitergegeben wurde.

Ein anderer Grund hat mit einer politischen Situation zu tun. Karl der Große beschloss, dass nur mehr Mönche lesen und schreiben sollen können. Da die Kirchensprache Latein war gab es nur wenig Deutsche Texte aus dieser Zeit. Wenn es welche gab dann waren es meist Sprichwörter, Zaubersprüche, Rätsel oder Gebete. Zusammenfassend lässt dies sich als Prosa bezeichnen.

  • Hochmittelalter (1170-1250)

Es gibt zwei verschiedene Arten der Dichtung im Hochmittelalter.

Die eine ist der höfische Minnegesang, in dem es darum geht eine Frau mit einer Idealvorstellung der Liebe anzuwerben. Die andere Art ist das höfische Epos, in welchem das ideale Bild eines Ritters gezeigt wird. Diese Arten der Dichtung werden zu dieser Zeit meist mündlich vorgetragen oder vorgesungen. Das Hauptthema der Dichtung im Hochmittelalter ist die Erschaffung einer Gegenwelt in welcher nichts negativ ist.

Merkmale sind eine einfache Sprache die leicht zu verstehen ist und der Einsatz von Symbolen und Naturbildern (zB: Frühling=Lust). Wichtig ist auch das gegen Ende dieser Epoche Städte zu neuen literarischen Zentren wurden.

  • Spätmittelalter (1250-1450)

Ausschlaggebend für die Dichtung im Mittelalter sind der Buchdruck und der aufkommende Handel in den Städten (und dem dabei notwendigen Lesen und Schreiben).

Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Dichtung im Spätmittelalter. Zum einen die Maerendichtung, welche moralisierende Beispielerzählung im Thema Ehe und dem Fehlverhalten darin ist. Zum anderen gab es noch den Meistergesang. Dieser wurde besonders zu der Vermittlung von Bildungsgut benutzt.



Was ist ein Epos?

Das Wort Epos kommt aus dem Altgriechischem und leitet sich von dem Wort Epopöe ab, das so viel wie „die Versschöpfung“ heißt.

Das Epos ist in der Antike neben Lyrik und Drama eine Hauptform der Dichtung. Im allgemeinen Sinn ist das Epos eine weitläufige oder ausschweifende Erzählung bei der meistens das Leben oder die Abenteuer der Oberschicht dargestellt werden. Diese Epen wurden meistens mündlich überliefert und dadurch immer leicht verändert. In Epen gab es oft ein Sinnbild eines Helden der die Darstellung von kämpferischen Auseinandersetzungen übernahm.

Daraufhin wird heute das Epos in Gattungen unterteilt, nämlich in Götterepen, Heldenepen, Höfischen Epen, Tierepen und Komische Epen (Parodie).

Die am öftesten vorkommende Eposform im Mittelalter war das Heldenepos.

Diese Heldenepen waren eine anonyme epische Dichtung des Mittelalters und haben ihren historischen Hintergrund in den germanischen Heldensagen und Liedern sowie aus der Völkerwanderungszeit. Heldenepen sind zumeist Ereignisdichtungen mit tragischer Weltsicht (Untergang). Nachher im Spätmittelalter wurden die Heldenepen vereinfacht und in Heldenbüchern zusammengefasst.


Welche berühmten Epen gibt es?

Epen der Antike:

  • Gilgamesch-Epos aus dem Sumerischen

  • Mahabharata aus dem Indischen

  • Homer llias- Kampf um Troja aus dem Griechischen

  • Homer Odysee- die Heimreise des Odysseus von Troja aus dem Griechischen

Epen des Mittelalters:

  • Beowulf (angelsächsisch)

  • Hildebrandslied (deutsch 9. Jhdt.)

  • Niebelungenlied (deutsch 12. Jhdt.)

  • Rolandslied (französisch und deutsch 12.Jhdt.)

  • Parzival (französisch 12. Jhdt.)



Für wen wurde gedichtet? Von wem?

Minnesänger, welche entweder Ritter aus dem Hochadel oder Berufssänger waren, haben gedichtet.

Berühmte Minnesänger sind zum Beispiel Wolfram von Eschenbach oder Walther von der Vogelweide. Allerdings weiß man bei vielen Werken nicht, von wem sie geschrieben wurden (z.B. Nibelungen). Die Minnesänger wurden von Mäzen, welche Sponsoren beziehungsweise Auftragsgeber waren, finanziell unterstützt, wodurch die Minnesänger abhängig wurden. Da der Minnesang für den Adel geschrieben wurde, wurden Ritter in den Dichtungen idealistisch dargestellt.

Wie wurde die Dichtung vorgetragen und „konsumiert“?

Die Minnesänger selbst haben ihre Dichtungen vorgetragen.

Dabei begleiteten sie sich häufig auf der Geige. Sie taten das vor der Hofgesellschaft, aber vor allem vor den Damen an den Höfen, da sie, im Gegensatz zu den Rittern, gebildeter waren und somit lesen und schreiben konnten.

Wer war Walther von der Vogelweide? Warum ist er so wichtig?

Walther von der Vogelweide war ein Berufsdichter, welcher in Niederösterreich geboren wurde und von zirka 1170 bis 1228 lebte.

Im Gegensatz zu den anderen Minnesängern war er ein politischer Dichter, welcher oft kritische Texte schrieb. Er hatte eine andere Stellung zur Frau, denn er verehrte sie in seinen Minnen nicht nur, sondern eroberte sie auch. Darüber hinaus schrieb er auch über Frauen, die nicht adelig waren und die echte Liebe zwischen Mann und Frau.

Quellen:

Knopf, Julia & Rieder, Adelheid (2013).

Reflexion über Sprache. Grundlagentexte für den Deutschunterricht in der Oberstufe. Braunschweig: Schroedelverlag.

Rainer, Eva & Rainer, Gerald (2013). Aktion Sprache. Deutsch für die Oberstufe. Wien: Veritas-Verlag.

Schacherreiter, Christian & Ulrike (2012).

Das neue Literaturbuch. Literaturgeschichtlicher Überblick. Band 2. Linz: Veritas-Verlag.

Rainer, Gerald & Eva; Kern, Norbert (2011). Stichwort Literatur. Geschichte der deutschsprachigen Literatur. Linz: Veritas-Verlag.

Stuiber, Brigitte (2012).

Spurensuche. Ein Literaturbuch. Wien: Verlag Hölder-Pichler-Tempsky GmbH & Co KG

Möller, Jürgen (2007). Ein Fach Deutsch. Unterrichtsmodell. Mittelalter. Braunschweig: Schöningh Verlag.

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